
6. Fast-Track City Summit Berlin 2026
Berlin ist seit zehn Jahren Teil der Fast-Track City Initiative. Das Jubiläum bildet den Anlass für den 6. Fast-Track City Summit 2026, der Akteur*innen aus Forschung, Versorgung, Community und den
Berlin ist zu cool für Stigma!
Vom 8. bis zum 31. Januar 2026 macht das Fast-Track-City-Netzwerk Berlin durch eine Kampagne im Berliner Fenster auf ein wichtiges Thema aufmerksam: AIDS kann beendet werden – aber nur, wenn wir echte Gerechtigkeit im Gesundheitssystem schaffen. Sexuelle Gesundheit, Prävention bei Infektionen und HIV/AIDS sind wichtige Themen für die gesamte Gesellschaft. Sie betreffen uns alle – das ganze Jahr über.
… alle Zugang zu Krankenversicherung haben
… Stigma keine Chance hat
… Prävention und sexuelle Bildung allen offen steht
… alle Zugang zu medizinischer Versorgung haben
AIDS kann beendet werden. Wir haben heute alle Mittel dazu: gute Medikamente, wirksame Prävention und viel Wissen. Was wir brauchen, ist echten Zugang für alle Menschen – ohne Barrieren, ohne Diskriminierung, ohne Ausschluss.
Die medizinischen Möglichkeiten sind da. Die Herausforderung liegt darin, dass alle Menschen davon profitieren können – unabhängig von ihrem Versicherungsstatus, ihrer Herkunft oder ihrer Lebenssituation.
HIV ist ein Virus, das das Immunsystem schwächt. HIV wird übertragen durch:
AIDS ist das Endstadium einer unbehandelten HIV-Infektion. Mit HIV-Medikamenten entwickelt sich HIV nicht zu AIDS. Menschen mit HIV können heute ein ganz normales Leben führen – bei rechtzeitiger Behandlung mit der gleichen Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV.
Oder auf Deutsch: Nicht nachweisbar = Nicht übertragbar
Wenn die Viruslast unter der Nachweisgrenze liegt (weil die Medikamente wirken), kann HIV beim Sex nicht weitergegeben werden. Das ist wissenschaftlich bewiesen!
Heute gibt es nicht nur Kondome, sondern drei gleichwertige Methoden, um sich vor HIV zu schützen:
Der Klassiker. Kondome schützen vor HIV und auch vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen wie Syphilis, Gonorrhoe oder Chlamydien.
Eine Tablette, die HIV-negative Menschen nehmen können, um sich vor HIV zu schützen. Die PrEP wirkt sehr gut – über 99% Schutz bei korrekter Einnahme. Seit 2019 bezahlt die Krankenkasse die PrEP für Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko.
Wichtig: Die PrEP schützt nur vor HIV, nicht vor anderen Geschlechtskrankheiten. Deshalb sind regelmäßige Tests wichtig.
Menschen mit HIV, die ihre Medikamente nehmen und eine nicht nachweisbare Viruslast haben, geben HIV nicht weiter. U=U ist Prävention!
Je früher eine HIV-Infektion erkannt wird, desto besser. Menschen, die früh mit der Behandlung beginnen:
Wenn HIV-Diagnosen leider erst in einem späten Stadium der Infektion erfolgen, kompliziert dies die Auswirkungen auf die Gesundheit und das Immunsystem. Deshalb ist es wichtig, dass Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko nach Risikokontakten einen Test machen.
Gesundheit ist ein Menschenrecht. Jeder Mensch muss Zugang zu HIV-Prävention, Tests und Behandlung haben – unabhängig vom Aufenthaltsstatus oder der Versicherungssituation.
Der Checkpoint BLN, die Clearingstelle und einige weitere Organisationen bieten Menschen ohne Krankenversicherung Angebote zur Behandlung von HIV. Solche Projekte müssen ausgebaut und verstetigt werden.
Menschen, die mit HIV leben, erleben noch immer Ablehnung – bei der Arbeit, beim Ärzt*innen, besonders Zahnmedizin, in Beziehungen. Das ist nicht nur verletzend, sondern auch unbegründet und gefährlich.
Viele Menschen wissen nicht:
Kondome, PrEP, Tests, Medikamente – all das muss verfügbar sein, ohne dass Menschen Angst vor Diskriminierung oder bürokratischen Hürden haben müssen. Prävention funktioniert nur, wenn sie niedrigschwellig ist und alle erreicht.
Berlin hat sich verpflichtet, bis 2030 diese Ziele zu erreichen:
der Menschen mit HIV kennen ihren Status
der Diagnostizierten erhalten antiretrovirale Therapie
der Menschen mit HIV kennen ihren Status
Diskriminierung von Menschen mit HIV
Die Zahl der Neuinfektionen sinkt, immer mehr Menschen mit erhöhtem HIV-Risiko nutzen die PrEP und die medizinische Versorgung für Menschen, die mit HIV leben, ist sehr gut.
Aber: Wir müssen alle Menschen erreichen – besonders die, die keinen oder erschwerten Zugang zu Gesundheitsangeboten haben. Nur so können wir die 95-95-95-0-Ziele in Berlin bis 2030 erreichen.
Dass alle Menschen Zugang haben – zu Krankenversicherung, zu Prävention, zu Behandlung, zu Bildung.
Dass niemand diskriminiert wird – nicht wegen HIV, nicht wegen ihrer Herkunft, nicht wegen ihrer Lebenssituation.
Dass sexuelle Gesundheit und HIV-Prävention wichtige Themen bleiben – auch rund um die Feiertage, das ganze Jahr über.
Die Feiertage sind eine Zeit der Gemeinschaft und des Miteinanders. Gleichzeitig sind sie oft eine Zeit, in der soziale Ungleichheiten besonders sichtbar werden. Menschen ohne Zugang zum Gesundheitssystem, Menschen in prekären Lebenslagen, Menschen mit Diskriminierungserfahrungen – sie alle sind auch in dieser Zeit da.
Mit dieser Kampagne möchten wir deutlich machen: Sexuelle Gesundheit, HIV-Prävention und der Kampf gegen AIDS sind keine saisonalen Themen. Sie betreffen uns das ganze Jahr über. Und sie können nur erfolgreich sein, wenn wir echte Gesundheitsgerechtigkeit schaffen.
Für eine Welt ohne AIDS, ohne neue HIV-Infektionen und ohne Diskriminierung. Für ein Gesundheitssystem, das wirklich für alle da ist. Für eine Gesellschaft, in der sexuelle Gesundheit kein Tabuthema ist.
Das Fast-Track-City-Netzwerk Berlin arbeitet daran, die 95-95-95-0-Ziele bis 2030 zu erreichen. Wir bringen unterschiedliche Akteur*innen zusammen – aus dem Gesundheitswesen, der Community-Arbeit, der Politik und der Verwaltung.
Gehen Sie in die Notaufnahme eines Krankenhauses. Dort kann eine PEP (Post-Expositions-Prophylaxe) verschrieben werden – ein Medikament, das eine HIV-Infektion noch nach dem Risikokontakt verhindern kann.
Wichtig: Die PEP muss innerhalb von 48 Stunden (besser: 24 Stunden) nach dem Risiko begonnen werden!
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